Veränderung braucht eine Stimme!
Aus persönlicher Betroffenheit und neuer Lebensenergie durch eine innovative Behandlungsmethode enstand bei mir der Wunsch, aktiv etwas zu verändern. Im Mai 2026 begann ich deshalb, mich intensiver mit der psychischen Versorgungssituation in Österreich auseinanderzusetzen.
Aus ersten Recherchen und Gesprächen entwickelte sich Schritt für Schritt mehr: der Austausch mit Betroffenen, Fachkräften, Politik, Sozialversicherung und Fachverbänden und schliesslich die Arbeit an einem eigenen Versorgungskonzept. Ich wollte verstehen, warum das System so funktioniert, wie es funktioniert – und vor allem, was sich konkret verändern müsste.
So entstand diese Initiative. Nicht mit dem Anspruch, bereits alle Antworten zu kennen, sondern mit dem Ziel, gemeinsam mit Fachkräften und Betroffenen Probleme sichtbar zu machen und konkrete Lösungen für eine bessere psychische Versorgung zu entwickeln. Denn schlussendlich sind die Fachkräfte diejenigen, die jeden Tag mit eigenen Augen sehen, wo das System an ihre Grenzen stößt. Und es sind die Betroffenen, die die Folgen dieser Grenzen tragen.
Warum es diese Initiative gibt
Psychische Versorgung darf nicht davon abhängen, wieviel Geld jemand hat, wo jemand lebt oder wie lange jemand auf einen Behandlungsplatz warten kann. Trotzdem erleben Betroffene in Österreich noch immer lange Wartezeiten, hohe private Kosten und Versorgungslücken. Gleichzeitig stoßen auch Fachkräfte im bestehenden System immer wieder auf Grenzen. Genau hier setzt die Initiative an.
Wie ich arbeite
Ich bringe unterschiedliche Perspektiven zusammen: die Erfahrungen von Betroffenen, das Wissen von Fachkräften und aktuelle Kenntnisse zur psychischen Versorgung. Mit Befragungen, Analysen und konkreten Versorgungskonzepten will ich zeigen, wo Handlungsbedarf besteht – und daraus Forderungen entwickeln, die ich an Politik und Entscheidungsträger:innen herantrage.
In den letzten Monaten habe ich unglaublich viel dazugelernt. Ich habe mit Betroffenen, Fachkräften, Fachverbänden, der Sozialversicherung und der Politik gesprochen, Umfragen durchgeführt, mich durch Gesetze und Verträge gearbeitet und versucht zu verstehen, wo es eigentlich hakt. Und je mehr ich darüber gelernt habe, desto klarer wurde mir: An Ideen und Menschen, die etwas verändern wollen, mangelt es eigentlich nicht.
Ich bin kein Experte, der behauptet, für jedes Problem die perfekte Lösung parat zu haben. Aber ich kann zuhören, nachfragen und ziemlich hartnäckig sein, wenn ich verstehen will, warum etwas nicht funktioniert.
Und genau das möchte ich mit dieser Initiative nutzen: Menschen zusammenbringen, offen über Probleme sprechen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die am Ende nicht nur auf irgendeinem Papier gut aussieht, sondern tatsächlich bei den Menschen ankommt.
Wofür wir stehen
- Psychische Gesundheit darf keine Frage des Einkommens sein.
- Versorgung muss flächendeckend und tatsächlich erreichbar sein.
- Betroffene und Fachkräfte müssen bei Entscheidungen gehört werden.
- Psychische Gesundheit braucht denselben Stellenwert wie körperliche Gesundheit.
Was wir erreichen wollen
Unser Ziel ist eine psychische Versorgung, in der notwendige Behandlung nicht an Kosten, Wohnort oder fehlenden Angeboten scheitert. Dafür wollen wir bestehende Versorgungslücken sichtbar machen, konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeiten und den Austausch zwischen Betroffenen, Fachkräften, Politik und Sozialversicherung fördern.
Wer hinter der Initiative steht

Name: Liam Moser
Aus Tirol
Hintergrund: Ausgebildeter Ordinationsassistent und selbst Betroffener mit langjähriger Erfahrung im psychischen Versorgungssystem
Themen, die mich beschäftigen: Psychische Gesundheit und Gesundheitsversorgung, soziale Gerechtigkeit, Frauen- und Kinderschutz, Tierschutz und politische Rahmenbedingungen
Was mir wichtig ist: Transparenz, Menschlichkeit, Empathie, Gerechtigkeit und Fairness – und dass diejenigen gehört werden, die von politischen Entscheidungen unmittelbar betroffen sind
Was ich einbringe: Hartnäckigkeit, Recherche, Zuhören, die richtigen Fragen stellen – und notfalls den richtigen Leuten so lange „auf die Nerven gehen“, bis man Antworten bekommt
Was daraus noch wird? Keine Ahnung. Aber solange ich das Gefühl habe, dass sich etwas bewegen lässt, werde ich wohl weiter Fragen stellen, Menschen nerven und versuchen, etwas zu verändern!
